Handball

In der Landesliga sorgt jetzt drei Teams für flotte Töne
Von Klaus Frye

Aerzens Trainer Gebhard Piepenbrink (re.) gibt Bernhard Grabbe die Richtung an. Foto: nls

Handball. In der vergangenen Saison spielten die Handball-Freunde Aerzen als Alleinunterhalter auf der Bühne der Landesliga – in dieser Saison sorgt ein munteres Trio in der sechsten Liga für flotte Töne aus dem Kreis Hameln-Pyrmont. Die TSG Emmerthal stieg aus der Verbandsliga ab, die HSG Fuhlen/Hessisch Oldendorf rückte als Aufsteiger in das illustre 14er-Feld der Landesliga auf.

Die Aerzener, die in der abgelaufenen Saison lange Zeit in der Abstiegszone herumdümpelten, gehen diesmal mit einem höheren Ziel in die Saison. Trainer Gebhard Piepenbrink will mit dem Abstieg von Beginn an nichts zu tun haben. „Wir geben diesmal lautere Töne an“, weiß Piepenbrink, der selbst schon das lilafarbene Trikot der Aerzener in der Oberliga und Verbandsliga getragen hat. Nils Vietmeyer, Nils Gericke (beide TSG Emmerthal), Daniel Wick (VfL Hameln) sowie die A-Jugendlichen Alexander Kuhn und Bastian Schön sorgten für Entspannung. Dazu kehrte Torwart-Urgestein Oliver Kiene in den Kader zurück. „Wir haben nicht nur mehr Auswahl, sondern vor allem mehr Qualität“, ist sich Piepenbrink sicher. So sieht er dem Auftaktspiel gegen TB Stöcken (Sonntag, 17 Uhr) in der Hummetalhalle auch gelassen entgegen: „Danach wissen wir, wo wir stehen.“

Die HSG Fuhlen/Hessisch Oldendorf spielt bereits am Freitag (20 Uhr) in der Sporthalle an der Henningstraße gegen den MTV Großenheidorn II zum ersten Mal auf. Und das unter einer neuen Leitung, denn mit Trainer Ralph Schönemeier hat der erfolgreiche Dirigent der Aufstiegsmannschaft den Taktstock abgegeben. Künftig soll Jens Kruse, den die HSG-Verantwortlichen aus Minden verpflichteten, die Spieler zu einer harmonischen Einheit formen. Kein leichtes Unterfangen, denn mit Routinier Alexandras Getautas verabschiedete sich ein torgefährlicher Solist an der Henning-straße. Deshalb schlägt Abteilungsleiter Hermann Faust auch leise Töne an: „Unser Ziel kann nur der Klassenerhalt sein.“ Zumal sich mit Manuel Schrader ein weiterer Stammspieler aus Studiengründen abgemeldet hat. „Wir müssen mit dem kleinen Kader das Beste aus der Situation machen“, sagte Faust, der vor allem auf einen Rückkehrer baut. Nach fast einjähriger Verletzungspause ist Alexander Dorndorf der große Hoffnungsträger bei der HSG.

Alarm herrscht weiterhin bei der TSG Emmerthal. „Wir gehen mit einigen Baustellen in die neue Saison“, gab Abteilungsleiter Stephan Kutschera bekannt. Nach dem langfristigen Ausfall von Neuzugang Sascha Krannich (Kreuzbandriss), der vom Oberligist Stadtoldendorf zurückkehrte, ist das Torhüterproblem weiter ungelöst. Derzeit steht nur René Sievers zwischen den Pfosten. Den in der Gerüchteküche kursierenden Wechsel von Uwe Krauße vom VfL Hameln zur TSG nahm Kutschera schnell den Wind aus den Segeln: „Das hat sich längst erledigt.“

Auch der Ex-VfLer Christian Raddatz, zweiter Hoffnungsträger im TSG-Lager, fällt im Rückraum wegen Knieproblemen einige Wochen aus. „Momentan können wir die Probleme nur vereinsintern lösen“, sagte Kutschera, der mit seiner klaren Aussage Hoffnungen auf eventuelle Neuzugänge gleich im Keim erstickte. So geht Trainer Danilo Loncovic am Samstag (17.30 Uhr) mit einem dünnen Aufgebot ins erste Saisonspiel bei der HSG Idensen/Wunstorf.

Artikel vom 31.08.2010 - 17.15 Uhr
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