15.21 Uhr: „Christoph 44“ ist auf einer kleinen Wiese zwischen zwei Häusern gelandet. „Ralph, das war wieder Maßarbeit“, lobt Rettungsassistent Karl Gröling den Piloten und schnappt sich den Notfall-Rucksack.
16.01 Uhr: „Christoph 44“ ist neben der Uni Göttingen gelandet. Ein Transport-Team der Klinik hilft der Besatzung beim Ausladen des Patienten. „Ganz vorsichtig, bitte“, sagt Sanitäter Gröling.
16.15 Uhr: Der Verletzte liegt im Schockraum. Neurochirurg, Narkosearzt und Schwestern haben schon auf ihn gewartet. Der Patient wird in ein Computertomographie-Gerät geschoben. Gott sei Dank hat er keine Gehirnblutung.
16.00 Uhr: Draußen ist es eisig kalt. In der Maschine auch. Der Verunglückte liegt auf einer Spezialtrage mit Heizdecke. Er friert nicht. Notarzt Dr. Riech und Rettungsassistent Gröling nehmen Platz. Es ist eng im Hubschrauber.
15.09 Uhr: Notarzt Dr. Sebastian Riech sitzt hinten. Der 37-jährige Anästhesist verlässt sich nicht auf das Navigationsgerät, schaut während des Rettungsfluges nach Wenzen in die Karte. Sicher ist sicher. „Entfernung: 36 Kilometer. Flugzeit: zwölf Minuten“, meldet Pilot Ralph Günthner.
15.50 Uhr: Der 17-Jährige liegt auf einer Trage. Er ist zunächst in seinem Zimmer, dann in einem Rettungswagen untersucht und behandelt worden. Hubschrauberarzt Dr. Riech gibt ihm ein Beruhigungsmittel. Hat der Jugendliche eine Gehirnblutung? Fotos: Behmann
15.59 Uhr: Helm auf, Bordfunk an – die Triebwerke laufen. „Christoph 44“ nimmt Kurs auf die Uni-Klinik Göttingen. Notarzt Dr. Sebastian Riech sorgt sich um seinen Patienten. Der Kopf des jungen Mannes hat ein Loch in eine Gipskartonwand geschlagen. Sani Gröling informiert über Funk die Notaufnahme: „Bitte Schockraum und OP vorbereiten!“
16.13 Uhr: Auf einer Rolltrage wird der Patient zur Klinik geschoben. Notarzt Dr. Riech (li.) und Rettungsassistent Gröling weichen dem Verunglückten nicht von der Seite.