Reportage

Hilfe aus der Luft; Retter im Anflug
1 von 8

Von Ulrich Behmann
Die Zeit läuft – die Crew von „Christoph 44“ auch. Pilot Ralph Günthner (46) sitzt schon hinter dem Steuerknüppel und fährt die beiden Triebwerke hoch. Zweimal 750 PS. Es pfeift, brummt, riecht nach verbranntem Kerosin. Karl Gröling (45), leitender Rettungsassistent des Luftrettungszentrums Göttingen, steigt als zweiter ein. Er nimmt links neben Günthner Platz. Der gebürtige Stadthäger gibt die Adresse ins Navi ein, meldet sich über Funk bei der Leitstelle Göttingen an. „Hier Chris 44, starten in 30 Sekunden!“ Noch ist der rot-weiße Eurocopter „EC 135“ der Deutschen Rettungsflugwacht (DRF) mit der externen Stromversorgung verbunden. Deshalb steht Notarzt Dr. Sebastian Riech (37) noch draußen. Als die vier Rotorblätter die maximale Umdrehung erreicht haben, zieht der Doc den Stecker aus der Dose und springt in die Maschine. Das ist Arbeitsteilung.

15.07 Uhr, leichter Wind aus dem Osten, minus zwei Grad, diesig. Anderthalb Minuten nach seiner Alarmierung hebt „Christoph 44“ ab. An Bord wird es laut. Ziel ist Wenzen bei Einbeck. Die Leitstelle gibt erste Informationen durch: In einem Haus ist ein 17-Jähriger gestürzt und mit dem Kopf gegen eine Rigips-Wand geschlagen. Er hat das Bewusstsein verloren und einen Krampfanfall. Die Retter fliegen gegen die Zeit…

Artikel vom 08.02.2010 - 11.16 Uhr
drucken
Diesen Artikel versenden


   
versenden

Artikel kommentieren






Übersicht | Nachrichten | Lokales | Sport | Kultur | Bilder | Service | Anzeigenmarkt | Impressum
© Deister- und Weserzeitung Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG
Eine starke Gruppe: Deister- und Weserzeitung | Pyrmonter Nachrichten | Dewezet Bodenwerder | Schaumburger Zeitung | Schaumburg-Lippische Landes-Zeitung | Neue Deister-Zeitung | Wesio | Weserbergland.Com | Medien 31