Thema des Tages

Russland und China lassen Syrien-Resolution platzen New York (dpa) - Trotz blutiger Unruhen in Syrien mit Hunderten Toten haben Russland und China eine breit unterstützte Resolution zur Syrien-Krise im Weltsicherheitsrat blockiert. Beide Länder stimmten am Samstag in New York gegen einen Entwurf, der die Zustimmung aller anderen 13 Mitglieder fand. mehr

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Westerwelle hofft auf neuen Anlauf im Sicherheitsrat München (dpa) - Nach dem Scheitern der Syrien-Resolution im UN-Sicherheitsrat hofft Bundesaußenminister Guido Westerwelle auf einen neuen Anlauf. mehr

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Syrische Opposition: Veto ist enttäuschend Beirut (dpa) - Die syrische Opposition hat das Veto Russlands und Chinas gegen eine Syrien-Resolution im Weltsicherheitsrat als enttäuschend bezeichnet. «Dieses Veto geht auf Kosten des syrischen Volkes und seines Blutes», sagte Nadschi Taijara vom Syrischen Nationalrat der Deutschen Presse-Agentur. mehr

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Hunderte Syrer in Homs getötet Kairo/New York/München (dpa) - In Syrien eskaliert die Gewalt. Unmittelbar vor einer Abstimmung im Weltsicherheitsrat erlebte das Land die blutigsten Kämpfe seit Beginn des Volksaufstandes vor elf Monaten. mehr

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Obama fordert Rücktritt Assads Washington (dpa) - Angesichts der Berichte über ein Blutbad in der syrischen Protesthochburg Homs mit hunderten Toten hat US-Präsident Barack Obama den sofortigen Rücktritt von Präsident Bashar al-Assad gefordert. mehr

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Deutscher UN-Botschafter: Untätigkeit wäre «Skandal» New York (dpa) - Unmittelbar vor der Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates zur Syrien-Krise hat der deutsche UN-Botschafter Peter Wittig seine Amtskollegen zum Handeln aufgefordert. mehr

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Dritter Versuch: Die jüngste UN-Resolution zu Syrien New York (dpa) - Der marokkanische Resolutionsentwurf ist bereits der dritte, der sich mit der Syrien-Krise befasst. Der erste kam im Sommer wegen vieler Widerstände gar nicht erst zur Abstimmung, der zweite wurde Anfang Oktober von Russland und China mit einem Veto blockiert. mehr

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Russischer Außenminister reist zu Assad Moskau/München (dpa) - Im Syrien-Konflikt sucht die russische Führung noch einmal ein persönliches Gespräch mit Präsident Baschar al-Assad. Der russische Außenminister Sergej Lawrow fliegt an diesem Dienstag zu einem Treffen mit Al-Assad nach Damaskus. mehr

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Analyse: Vor UN-Sitzung schlägt Regime brutal zu Kairo/Beirut (dpa) - Kurz vor der Sitzung des zerstrittenen Weltsicherheitsrats schlug Syriens Regime noch einmal brutal zu. mehr

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Hintergrund: Wie kommt eine UN-Resolution zustande? New York (dpa) - Eine Resolution ist das stärkste Instrument des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen. Das mächtigste UN-Gremium kann mit einer Resolution Wirtschaftsembargos oder Reiseverbote für Despoten beschließen, Konten sperren und sogar Kampfeinsätze genehmigen. mehr

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DRK: 50 000 Menschen in Syrien auf der Flucht Osnabrück (dpa) - Nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) sind bereits mehr als 50 000 Menschen vor der Gewalt in Syrien geflohen. Rund 35 000 Syrer seien im eigenen Land auf der Flucht, sagte DRK-Präsident Rudolf Seiters der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Samstag). mehr

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Chronologie: Anläufe zu UN-Resolutionen New York (dpa) - Seit zehn Monaten sterben in Syrien täglich Menschen durch die Gewalt des Regimes. Doch der UN-Sicherheitsrat blieb bislang sprachlos. Dabei gab es mehrere Versuche des mächtigsten Gremiums der Vereinten Nationen, Syrien zu verurteilen.

- Schon im Mai 2011 versuchten die vier EU-Europäer im Rat - neben Deutschland sind das noch Portugal und die beiden Vetomächte Großbritannien und Frankreich - eine Resolution auf die Beine zu stellen. Das Regime sollte formell verurteilt werden, Sanktionen enthielt das Papier aber nicht. Weil mehrere Länder - vor allem Russland und China, aber auch Indien, Brasilien und Südafrika - Widerstand andeuteten, kam der Entwurf gar nicht erst zur Abstimmung.

- Im August meldete sich der Sicherheitsrat zwar zu Wort, aber nur in einer Präsidentiellen Erklärung. Das ist eine offizielle Mitteilung, die weit weniger wert ist als eine Resolution. Zudem hat sie nur appellativen Charakter. Konsequenzen bei Nichtbefolgung: Keine.
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Hintergrund: Syrien Berlin (dpa) - Syrien spielt eine zentrale Rolle bei den Konflikten des Nahen und Mittleren Ostens. Seine politische Bedeutung ergibt sich bereits aus seiner geografischen Lage zwischen der Türkei, dem Irak, Jordanien, Israel und dem Libanon.

Seit März 2011 - im Zuge des arabischen Frühlings - ist Syrien von Protesten gegen das diktatorische Regime von Präsident Baschar al-Assad geprägt, der Forderungen nach Meinungsfreiheit und Demokratie blutig unterdrücken lässt. Nach UN-Schätzungen wurden schon mehr als 5600 Menschen von Sicherheitskräften getötet. Weder Waffenembargos noch Bemühungen der Arabischen Liga führten bisher zu einem Ende der Gewalt gegen das eigene Volk.

Syrien ist mit einer Fläche von rund 185 000 Quadratkilometern rund halb so groß wie Deutschland. Mehr als 22 Millionen Menschen leben in dem Land, das neben seiner Küste von Höhenzügen, dem fruchtbaren Euphrat-Flusslauf, aber auch großen Sandwüsten geprägt ist. Mehr als die Hälfte der Syrer lebt in Städten. Zu den größten zählen Aleppo, die Hauptstadt Damaskus, Homs und Latakia.

Zu wichtigen Standbeinen der syrischen Wirtschaft gehören die Förderung und der Export von Erdöl und Erdgas. Dazu kommen der Anbau von Baumwolle, Obst und Gemüse sowie die Textilherstellung. Rund 80 Prozent der Bevölkerung kann lesen und schreiben, viele Syrer sprechen neben der Landessprache Arabisch auch Französisch oder Englisch. Dennoch ist die Jugendarbeitslosigkeit hoch.

Ethnisch und religiös ist Syrien ein relativ homogenes Land. Fast 90 Prozent der Bevölkerung sind syrische Araber und Muslime, mehr als zwei Drittel von ihnen Sunniten. 13 Prozent der Einwohner gehören den Religionsgemeinschaften der Alawiten, Ismaeliten und Schiiten an. Auch die Diktatorendynastie der Assads, die das Land seit rund 40 Jahren beherrscht, ist alawitisch. Als größere Minderheiten gibt es in Syrien rund sechs Prozent Kurden und zwei Prozent Armenier. mehr

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Greenpeace-Chef: Die Zeit läuft uns davon München (dpa) - Zum ersten Mal in der Geschichte der Münchner Sicherheitskonferenz ist dort in Greenpeace-Chef Kumi Naidoo ein führender Vertreter einer Nichtregierungsorganisation aufgetreten. mehr

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Iran warnt USA und Israel vor Angriff Teheran/Washington/München (dpa) - Im Streit um das iranische Atomprogramm wird der Ton immer schärfer. Der geistliche Führer des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, warnte am Freitag die USA und Israel eindringlich vor einem Krieg. mehr
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