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Leitung gestört: Demenzkranke Seniorin wochenlang ohne Notruf

Brünnighausen (ist). Weil ihr Festnetzanschluss gestört blieb, musste eine demenz-kranke Seniorin wochenlang ohne ihr Johanniter-Notruf-System auskommen. Erst die Intervention des Bürgermeisters und die anwaltliche Ankündigung einer Klage, bewegte die Telekom zu handeln.  

Marlies Jysch ist 86 Jahre alt. Die Seniorin wird aufgrund ihrer Demenz, Blindheit und Hinfälligkeit rund um die Uhr von ihrer Tochter Brigitte Steinert gepflegt.

Der Festnetzanschluss und das Alarm-Mobilteil des Notrufes, das Marlies Jysch um den Hals trägt, können in einer Notsituation über Leben und Tod entscheiden. Doch davon war die Seniorin vier Wochen lang abgehängt.

Die Entrüstung von Brigitte Steinert und Burkhard Jysch richtet sich gegen die Deutsche Telekom. Fast vier Wochen lang wurden die Geschwister ohne Erfolg in endlosen Callcenter-Warteschlangen des Unternehmens „durchgereicht und hingehalten“. Ohne Erfolg – Festnetzanschluss und Notruf der dementen Mutter blieben gestört.

Erst als sich Bürgermeister Hans-Ulrich Peschka und ein Anwalt einschalteten wurde der Schaden behoben – innerhalb von 50 Minuten.

Die Dewezet hat bei der Telekom nachgefragt. In der Printausgabe lesen Sie die Antwort.

Artikel vom 03.02.2012 - 19.50 Uhr
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