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Damit der Ingenieur nicht mehr Taxi fahren mussAlternative Taxifahrer. Zuwanderer müssen oft unter ihrer Qualifikation arbeiten. Dabei sind ihre Kompetenzen gefragt. Foto: Bilderbox
Hameln (joa). Damit Ingenieure aus Russland in Deutschland nicht mehr Taxi fahren müssen, soll nun ein neues Gesetz her. Es soll Zuwanderern erleichtern, in Deutschland in ihrem erlernten Beruf zu arbeiten. Bislang war das ein Problem.
Die Fälle sind Rudolf Kallmeier-Voss, Pressesprecher beim Jobcenter in Hameln, noch gut in Erinnerung. Obwohl sie gute Qualifizierungen aus ihren Herkunftsländern mitgebracht hatten, waren sie auf dem hiesigen Arbeitsmarkt nicht vermittelbar: Die Ärztin und der Elektrotechniker, die aus Russland in den Landkreis Hameln-Pyrmont gekommen waren ebenso wie der Archivar aus Polen, für den in Hameln und Umgebung keine Arbeit zu finden war. Gemeinsam war allen drei Jobsuchenden eines: Sie konnten keine berufliche Qualifikation vorweisen, die hierzulande anerkannt wird.
Nicht zuletzt durch den demografischen Wandel gibt es jedoch bereits heute einen Mangel an qualifizierten Arbeitskräften in bestimmten Arbeitsmarktsegmenten. Migranten, die hier Lücken auf dem Arbeitsmarkt füllen könnten, können hier diese Qualifikationen oft nicht optimal nutzen, weil Bewertungsverfahren und Bewertungsmaßstäbe bisher fehlten.
Ab dem 1. März soll ein Gesetz in Kraft treten, das ausländischen Mitbürgern, aber auch Deutschen, die im Ausland eine Berufsausbildung abgeschlossen haben, die Anerkennung einfacher machen: Das Gesetz zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen, kurz BQFG genannt.
Wie das Anerkennungsverfahren künftig funktionieren soll und wie Ulrich Wichmann, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Hameln-Pyrmont, und Dr. Dorothea Schulz von der IHK-Geschäftsstelle Hameln, das Gesetz einschätzen, welche Vorteile und Risiken es birgt, lesen Sie in der Zeitung.