Aktuelles Coppenbrügge - Salzhemmendorf
Coppenbrügge will das bessere SchulmodellCoppenbrügge (ist). Es galt und gilt als Familienluxusmodell, das sich nicht alle Kommunen leisten können: Wenn sich Jule (7), Nik (8), Julian (9) und ihre Eltern am Nachmittag nach Schule und Arbeit zuhause treffen, ist nichts als Familienzeit angesagt. Dann haben die einen in der Schule nicht nur ihren Spaß gehabt, nicht nur gelernt, sondern auch verstanden – mit fachkompetenter Hilfe bei den Hausaufgaben. Die anderen hatten tagsüber das gute Gefühl, dass die Kinder während ihrer eigenen Berufstätigkeit viel mehr als nur beaufsichtigt waren. Das, was bisher unter dem Namen „nachschulische Betreuung“ in den beiden Grundschulen des Fleckens Coppenbrügge nur wenigen vorbehalten war, soll ab Schuljahresbeginn 2011 für alle Familien im Gemeindegebiet kostenlos angeboten werden. Das Vorhaben könne allein durch die finanzielle Förderung dieser Organisationsform durch das Land (17 600 Euro pro Jahr) nicht geleistet werden, so Simeth und Westram. Dieser Betrag reiche für nicht mehr als die „Aufbewahrungsanstalt“, mangelhaftes Standardmodell ohne gesellschaftliche Nachhaltigkeit, das man gerade nicht wolle. Zusätzlich anfallende Kosten für räumliche, sächliche und personelle Ausstattung, so heißt es daher in der Beschlussempfehlung, werde der Flecken als Schulträger bereitstellen. „Wenn das Land die Kommunen nicht stärker unterstützt“, so Bürgermeister Hans-Ulrich Peschka, „müssen wir das Geld selbst in die Hand nehmen. Und wir sind überzeugt, dass das, was jetzt in knappen Zeiten in die Coppenbrügger Familien investiert wird, sich in der Zukunft in vielfältiger Weise bezahlt machen wird.“