Aktuelles Holzminden

Auto überrollt zwei Menschen

Holzminden (ue). Zu einem furchtbaren Unfall sind am Dienstagabend die Holzmindener Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei ausgerückt.
 Eine Autofahrerin hatte beim Einparken Gas und Bremse verwechselt und so einen vor ihrem Auto abgestellten Wagen in eine wartende Läufergruppe katapultiert. Die Bilanz: zwei schwer verletzte Läufer. Zudem musste die Fahrerin des Wagens mit einem Schock ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Rettungsarbeiten dauerten rund zwei Stunden und waren gegen 19 Uhr beendet.
 Der Unfallhergang ist einfach unvorstellbar: Beim Einparken in eine Parklücke auf dem Parkplatz vor dem Holzmindener Campingplatz merkt die ältere Autofahrerin, dass sie es wohl im ersten Anlauf nicht schaffen wird. Sie setzt zurück und beim Vorwärtsfahren passiert es: Sie tritt bei ihrem Auto, das über ein Automatikgetriebe verfügt, statt auf die Bremse aufs Gas. Der Ford Mondeo schießt nach vorn, katapultiert den davor geparkten Renault in eine wartende Gruppe von 15 Läufern des PSV Holzminden.
72-Jähriger nach
Kassel geflogen

 Ein Läufer gerät unter den Renault, wird zwischen den Achsen liegend eingeklemmt und muss von der Feuerwehr und dem später hinzugerufenen Technischen Hilfswerk aufwendig gerettet werden. Dazu wird das Fahrzeug zunächst mit Kanthölzern und Luftkissen stabilisiert und angehoben, bis ein Abschleppunternehmen den Wagen vorsichtig anheben kann. Zeitgleich versorgen Notärzte den 72-Jährigen. Er wird mit schweren Kopfverletzungen, aber wohl nicht lebensgefährlich verletzt, mit dem Rettungshubschrauber Christoph 7 in ein Krankenhaus nach Kassel geflogen.
 Noch ein weiterer Läufer muss von den Notärzten versorgt werden, ehe er ins Krankenhaus Holzminden gebracht wird. Auch er zieht sich schwere Kopfverletzungen und einen gebrochenen Arm zu. Und schließlich wird auch die Unfallverursacherin ins Krankenhaus eingeliefert, sie trägt einen schweren Schock davon.
 Begleitet von zahlreichen Schaulustigen dauern die Rettungsarbeiten rund zwei Stunden. Im Einsatz sind neben zwei Notarztwagen und dem Hubschrauber Christoph 7 noch rund 25 Feuerwehrleute.
 Der Sachschaden an den beiden beteiligten Fahrzeugen fällt gering aus.

Artikel vom 31.03.2009 - 20.45 Uhr
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