Aktuelles Pyrmont
Angeblicher Gold-Aufkäufer fragt am Telefon nach WertsachenBad Pyrmont/Lügde (jl). Obskure Anrufe haben dieser Tage für Verunsicherung bei diversen Pyrmontern und Lügdern gesorgt. Sie wurden am Telefon gefragt, ob sie zu Hause Gold hätten, das sie eventuell verkaufen möchten.
Auf Nachfragen soll der Unbekannte am anderen Ende des Hörers dann jeweils erklärt haben, er betreibe ein Geschäft in der Pyrmonter Brunnenstraße und kaufe dort Gold an.
Als sie durch einige Kunden von den Telefonaten erfuhr, reagierte Christina Braime-Mohorn empört: „Wir würden nie bei den Leuten anrufen und solche Fragen stellen“, betont sie. Deshalb hegt sie den Verdacht, dass da jemand unter ihrer Flagge segelt und Illegales im Schilde führt. Denn ohne dauerhafte Adresse, so weiß die Gemmologin, darf niemand Edelmetall an- oder verkaufen. „Damit zu reisen ist verboten“, stellt die Fachfrau für Schmuck und Edelsteine klar.
Beim städtischen Ordnungsamt hat sie bereits vorgesprochen. Nur konnten die Mitarbeiter dort ihr in dieser speziellen Angelegenheit bisher ebenso wenig helfen wie die Polizei. Denn die Anrufe erfolgten stets mit unterdrückter Rufnummernanzeige. „Da hat man nichts in der Hand“, sagt die 43-Jährige.
Unterdes rät die Polizei: „Geben Sie unbekannten Anrufern nie Auskünfte über Wertgegenstände, die Sie zu Hause haben!“
Klingelt der Anrufer mit unterdrückter Nummer an, dann sollte man sich die Nummer geben lassen, bevor man sich auf ein Gespräch einlässt. So könne im Zweifelsfall abgeglichen werden, ob der Anrufer tatsächlich er ist, für den er sich ausgibt.
Sollte die Nummer des Anrufenden auf dem Telefon-Display erkennbar sein, bittet Polizeioberkommissar Claudio Schünemann Betroffene, sie der Polizei mitzuteilen.