Bad Münder
Helfer kämpfen gegen Feuer und EisRauch steigt auf, starker Funkenflug gefährdet ein Wohnhaus und eine Scheune. Foto: dana
Luttringhausen (ube). Sechs Feuerwehren sind gestern am frühen Morgen nach Luttringhausen gerufen worden – an der Straße Kortendal brannte es in einer 10 mal 15 Meter großen Halle, in der sich unter anderem eine Garage und eine Werkstatt befinden. Brandursachenermittler der Polizei gehen davon aus, dass zunächst ein dort abgestelltes Auto Feuer gefangen hat. Ursache dürfte ein technischer Defekt gewesen sein. Der Schaden wird auf zirka 50 000 Euro geschätzt.
Die Flammen wurden um 4.02 Uhr entdeckt. Zunächst rückten die Feuerwehren Luttringhausen, Nettelrede und Eimbeckhausen aus. Kurz darauf forderte die Einsatzleitung Verstärkung an. Neben den Ortswehren Rohrsen und Nienstedt fuhren auch die Schwerpunktfeuerwehr Bad Münder mit Drehleiter, Löschfahrzeugen und einem Einsatzleitwagen zum Brandort.
Es war nicht einfach, an die laut knisternden Flammen heranzukommen. Das Garagentor habe schon geglüht und sei zum Teil weggebrannt, berichtet Vize-Stadtbrandmeister Heinrich Jochim. Mit Einreißhaken habe man das heiße Hindernis beseitigen müssen. Das Hallendach war bereits durchgebrannt. Deshalb wurde zunächst von der Drehleiter aus gelöscht. „Weil es in Luttringhausen kein offenes Gewässer gibt, wurde der Brand zunächst mit Wasser aus Tanklöschfahrzeugen bekämpft“, erklärt Jochim. Parallel dazu verlegten Freiwillige aus Eimbeckhausen und Bad Münder eine 700 Meter lange Schlauchleitung, die an einem Hydranten angeschlossen wurde.
Starker Funkenflug habe ein Wohnhaus und eine Scheune gefährdet, sagt Jochim. Deshalb habe man diese Gebäude mit Wasser geschützt. Bei Temperaturen von unter minus 9 Grad bildeten sich Eispanzer auf den Dächern. Die extreme Kälte machte den Freiwilligen sehr zu schaffen. Löschwasser gefror rasch, mache Flächen waren schon nach kurzer Zeit spiegelglatt. Ein Feuerwehrmann rutschte aus und verletzte sich.
Viele Helfer froren. Im Feuerwehrhaus in Luttringhausen konnten sie sich aufwärmen. Die DRK-Bereitschaft Bad Münder versorgte die Einsatzkräfte mit heißen Getränken und Suppe.
Kurz vor 8 Uhr fuhren die letzten Kräfte aus Eimbeckhausen und Rohrsen erschöpft nach Hause. Noch bis 9.40 Uhr hielten Freiwillige aus Luttringhausen Brandwache.