Hameln. Der Frühling ist da. Na gut, draußen ist er noch nicht angekommen. Aber in der Gemütsschaltzentrale der Konzertbesucher, die am Donnerstagabend mit Die Happy in der Sumpfblume zweieinhalb Stunden lang geschunkelt, gesungen, gerockt und geschwoft haben. Denn heiterer kann ein Konzert kaum sein. Da kann es vor der Tür noch so schütten...
Kein sattes Rock-Programm, sondern ein Akustikset präsentierten die sieben Musiker im gut besuchten Saal: mit Kontrabass, Akustikgitarren, Percussions, Keyboards, Schlagzeug und Gesang. Letzterer war in der stromsparenden Konzertvariante besonders elektrisierend: Fabelhaft nuancenreich singt Marta Jandová. Wenn sie nicht gerade Geschichten erzählt, gibt's viele eigenen Songs und Titel, die in Singles der Foo Fighters und Mando Diao umschlagen. "Wir haben andere Welthits geschrieben", sagt Gitarrist Thorsten Mewes. Und mehr noch: An diesem Abend haben sie mit dem längsten Konzert seit Bestehen der Band auch Konzertgeschichte geschrieben.