Aktuelles Kultur

Unterhaltsame Leistung im Hamelner Konzert: die „Zauberflöte“

Von Karla Langehein

Hameln. Ganz ohne Grenzverletzung kommt selbst die beste und schönste Bearbeitung nicht aus. Dies gilt auch für Johann Wendts behutsame Umarbeitung von Mozarts Zauberflöten-Partitur in das kleine Format eines Flötenquartetts. Spätestens, wenn Sarastros „Heil’ge Hallen“-Arie auf die koloraturenreich kochende Rache der Königin folgt und beides in freundlich-hellem Flötenton erklingt, wird der musikalische und inhaltliche Substanzverlust deutlich. Das ist vergleichbar mit der Schwarzweiß-Version eines farbigen Ölgemäldes, in dem die Konturen und Strukturen erhalten blieben. Ein Arrangement, mit dem man sich auch aus historischer Sicht unter Umständen arrangieren kann.

Dies wurde am Dienstagabend im Theater den Hamelner Konzertbesuchern vom Braunschweiger Interpretenquartett aber auch leicht gemacht! Joachim Heimbrock (Violine), Grigorij Weinstein (Viola) und Richard Groocock (Violoncello) bereiteten ihrem flötenden Kollegen Günther Westenberger die verlässliche Basis für sein bravouröses Spiel. Eine insgesamt sehr schöne Quartettleistung, die mit der exzellent musizierten Ouverture begann und bis zum Schluss immer wieder mit Beifall aufgenommen wurde.

Artikel vom 25.03.2009 - 13.04 Uhr
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