Aktuelles Kultur

Willkommenes Konzert mit Vokalakrobat Al Jarreau

Von Martin Jedicke

Hannover. In den 70er Jahren galt Al Jarreau einmal als Sensation am Jazzhimmel. Die Stimmakrobatik, mit der er Dave Brubecks „Take Five“ zerlegte, dieses Ineinander von perkussiver Lautmalerei und souligem Gesang hinterließ offene Münder und Ohren. Später ging Jarreau an den Pop verloren, mit gelungenen Spaziergängen durch die Gärten des Rhythm’n’ Blues und des Funk. Heute nimmt der Amerikaner Weihnachtslieder auf und ein – wie er am Dienstagabend im Theater am Aegi erzählt –  für den Valentinstag gedachtes Album mit „Love Songs“. Umso willkommener sind deshalb seine Konzerte.

Der Balladenanteil streift mit „This Time“ den Kitsch, doch „Mornin’“ klingt nach einer Katze, die sich wohlig in der Sonne rekelt. Natürlich – manchmal überfrachten die Vokalmanierismen die Lieder; aber das Hin- und Hergleiten zwischen den Tonlagen mit einer Stimme, die alle möglichen Instrumente nachzuahmen weiß und damit selbst zum Instrument wird, beeindruckt die 1100 Zuhörer immer wieder.

Artikel vom 25.03.2009 - 13.09 Uhr
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