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Im Historienfilm „Henri 4“ wird viel gefochten und viel geliebt

„Ja, ich will“: Henri (Julien Boisselier) und Margot (Armelle Deutsch).

Von Michael Ranze

Keine Angst vor dicken Büchern, erst recht nicht vor langen Filmen: Heinrich Manns Roman „Henri Quatre“, verteilt auf zwei Bände, ist auch in der Taschenbuchausgabe noch schlappe 1600 Seiten stark. Die Verfilmung von Jo Baier kommt mit 155 Minuten aus. Gar nicht so einfach, die Fülle des Stoffes und die historischen Fakten unter einen Hut zu bringen. Kenner von Patrice Chéreaus „Die Bartholomäusnacht“ dürften, was das Verständnis angeht, im Vorteil sein.

Henri Quatre, in der internationalen Co-Produktion natürlich dargestellt von dem Franzosen Julien Boiselier, stellt sich als Anführer der Hugenotten gegen das streng katholische Paris, regiert von Katharina De Medici. Hannelore Hoger spielt sie, und sie muss ihre „Bella Block“, diese dominante und besserwissende Kommissarin, gar nicht so sehr variieren. Eigentlich wäre es ihr lieber, einer ihrer Söhne würde die Thronfolge sichern. Doch als Zeichen der Versöhnung bietet sie Henri die Hand ihrer Tochter Margot (Armelle Deutsch). Weiter geht’s mit der Bartholomäusnacht, einem fürchterlichen Blutbad. In der Folge wird viel gefochten und viel geliebt. Schöne Frauen sterben Gifttode und machen Platz für Gabriele Maria Schmeide, „Die Friseuse“ mit dem dicken Hintern, in der Rolle der Marie De Medici.
 Produzentin Regine Ziegler hat ganz viele Fernsehsender und nicht ganz so viele Förderungen zusammengetrommelt. Entstanden ist ein aufwendiges Historienspektakel mit professionell inszenierten Schlachten, unterschiedlichen Schauspielerleistungen (von Top bis Flop, von Noethen bis Schmeide) und angedeuteten Bezügen zur Gegenwart. Denn der Appell an Toleranz und Mitgefühl passt ja eigentlich immer.

- „Henri 4“ ist derzeit täglich um 17.30 und 20.15 Uhr im Hamelner Maxx-Kino am Bahnhofsplatz zu sehen.

Artikel vom 04.03.2010 - 17.43 Uhr
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