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Fauler Zauber: Jerry Bruckheimers Kino-Tumult „Duell der Magier“Erleben ihr blaues Wunder: Balthazar (Nicholas Cage) und sein böser Kollege Horvath (Alfred Molina).
Von Michael Ranze
Im Original heißt der neue Film von Jon Turteltaub, der früher mal zuständig für Romantisches wie „Während du schliefst“ war, „The Sorcerer’s Apprentice“, also „Der Zauberlehrling“. Doch mit Goethes berühmtem Gedicht oder der wundervollen Episode aus Walt Disneys „Fantasia“ (1940), in der Mickey Maus gegen schrubbwütige Besen und Eimer kämpfte, hat dieses Fantasy-Spektakel nichts mehr gemein. Was früher Spaß machte, wirkt mit seinen perfekten, im Computer generierten Bildern seltsam seelenlos. Statt Freude bleibt nur Staunen, statt Charme nur Attraktion. Der Zauberlehrling hier ist ein zehnjähriger Steppke namens Dave (Jake Cherry), der plötzlich – eine vom Wind verwehte Liebesnachricht einer Mitschülerin ist schuld – in einem Antiquitäten-Laden landet, der vor kuriosen Artikeln nur so überquillt. Der Chef des Ladens ist Balthazar (Nicolas Cage), ein guter Zauberer, der vor 1300 Jahren – so informierte uns ein kurzer Prolog – mal Zoff mit der Hexe Morgana (Alice Krige) und dem bösen Zauberer Maxim Horvath (Alfred Molina) hatte. Bislang waren sie in russischen Matroschkas versteckt. Doch wehe, wenn sie losgelassen… Zehn Jahre später ist es passiert. Dave (nun dargestellt von Jay Baruchel) erhält von Balthazar Nachhilfe in Sachen Hokuspokus, und dann geht es rund. Und weil der Produzent Jerry Bruckheimer heißt, geht es richtig rund.
Das Hauptaugenmerk gilt hier den Special Effects. Das ist manchmal clever, etwa jener Drache, der bei einer Chinatown-Parade Feuer und Rauch spuckt. Manchmal ist es aber auch kurios, siehe der eiserne Adler, mit dem Balthazar vom Chrysler-Building fliegt. Doch der Overkill an tollen Tricks und turbulentem Krawall macht müde, von Zauber keine Spur. „Die Geister, die ich rief“ – Jerry Bruckheimer wird sie nicht mehr los.
4 „Duell der Magier“ läuft ab heute im Hamelner Maxx-Kino: täglich um 15, 17.30 und 20 Uhr, am Freitag und Samstag auch in der Spätvorstellung um 22.30 Uhr.