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Diese bronzene Skulptur hat gleich zwei NamenStand zunächst an der Hafenstraße, ehe es in den Bürgergarten umzog: Peter Szaifs „Sitzendes Mädchen“. Foto: Wal
Hameln. Sie stehen im Bürgergarten, an der Weser, in der Fußgängerzone: Skulpturen gibt es in Hameln nahezu überall. Woher kommen sie? Weshalb zieren sie den jeweiligen Standort? Und wie lange schon? Julia Marre hat sich umgesehen. Die Ergebnisse dieser Spurensuche stellen wir in loser Folge vor. Heute: „Sitzendes Mädchen“ von Peter Szaif.
Es dauert nicht mehr lange, dann feiert das „Sitzende Mädchen“ von Peter Szaif seinen Geburtstag. Denn es ist beinahe auf den Tag genau 55 Jahre her, dass sich der Kulturausschuss für den Ankauf dieser Plastik starkgemacht hat. Das Datum des 26. August 1955 ist auf dem Antrag vermerkt, den damals die Ratsmitglieder einmütig abnickten. Es sei Aufgabe der Städte, „die Entwicklung junger Künstler in jeder Hinsicht zu fördern“, heißt es darin – ob mit Stipendien oder dem Ankauf ihrer Werke. Auch gab es seit 1954 einen Beschluss im Rathaus, dass zunächst ein, später zwei Prozent der Baukosten für die künstlerische Ausgestaltung von städtischen Bauwerken vorgesehen war. So ließ sich die Verwaltung das Werk des damals 32-jährigen Künstlers 3500 Mark kosten. Für den Bronze-Abguss waren 2800 Mark erforderlich, mit 700 Mark wurde die künstlerische Leistung Szaifs entlohnt. Senator Fritz Seifert unterzeichnete dies als Vorsitzender des Kulturausschusses am 27. August 1955.
Peter Szaif, der aus dem rumänischen Temesvar stammte, wurde am 9. August 1923 geboren. Aus Ungarn gelangte er in den 40er Jahren nach Bad Pyrmont. Hier wohnte der Bildhauer zunächst am Borchardtweg 5, später an der Gartenstraße 12. Seine Skulptur, die im Schriftverkehr der Politiker und Verwaltungsmitglieder immer als „Sitzendes Mädchen“ betitelt wird (was auch heute noch auf dem Messingschild am Sockel so steht), sollte erst ganz anders benannt werden. Unter dem Titel „Blick in die Sonne“ wurde die Figur der jungen Frau zunächst am städtischen Hallenbad an der Hafenstraße aufgestellt. Dann entschied man sich doch für den Standort in den „Hamelner Anlagen“, dem Bürgergarten.
- Lesen Sie den kompletten Artikel auf der Kulturseite unserer Dienstagsausgabe vom 24. August.