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„Es ist ein tolles Gefühl, wenn ein Fan unsere Songs mitsingt“

„Ungeschminkt“ heißt das Album der Birte Gäbel Band, das die Musiker nun vorstellten. Foto: Andree Bohlmann

Hannover/Hameln. Ihr Pop-Jazz mit deutschen Songtexten wird schon mal im NDR gespielt. Nun hat die Birte Gäbel Band, deren Mitglieder teils aus Hameln stammen, ihr erstes Album veröffentlicht. Und ist dem Traum vom Musikerdasein somit näher gerückt. In Hannover feierte die Gruppe am Samstagabend im Kulturzentrum Faust ihr CD-Release-Konzert. Hier erzählen die Songschreiberin und Sängerin Birte Gäbel sowie ihre ebenfalls auf der Bühne stehende Schwester Anne-Brit, wie sie den Abend erlebt haben.

"Wer garantiert mir, dass, wer wagt, auch gewinnt“ – diese Frage stelle ich in meinem Song „Traum vom Leben“. In Bezug auf unser Konzert kann ich nur sagen, wir haben gewagt und gewonnen: gewagt, unsere erste eigene CD zu produzieren. Gewonnen, indem wir sie nun einem tollen und begeisterten Publikum vorgestellt haben.
 Alle Nervosität und Aufregung haben sich auf ganzer Linie gelohnt. Auch die Angst, nicht genügend Leute im Saal vorzufinden, hat sich in Luft aufgelöst. Diese Angst überkommt mich jedes Mal aufs Neue – gerade da wir als Nachwuchsband noch nicht überall bekannt sind. Doch dann stehen wir auf der Bühne, und ich kann den gut gefüllten Raum sehen. Das ist ein schönes Gefühl und macht mich auch im Nachhinein noch richtig stolz. Wenn wir unsere ersten Songs spielen, versuche ich, die Gesichter der Zuschauer zu erkennen. Auf der Suche nach einer Reaktion: einem Lächeln, einem zwinkernden Auge. Durch die Scheinwerfer kann ich zwar nur die vordere Reihe erkennen, doch da sehe ich eine dunkelhaarige Frau. Ich kenne sie schon von anderen Konzerten. Sie singt jeden Song mit, lacht und umarmt ihren Mann. Sie hat die CD zu Weihnachten bestellt, ist ein echter Fan. Das ist ein tolles Gefühl. Und als wir zum Lied „Ich trag die Sonne im Herzen“ kleine Papier-Partytröten ins Publikum werfen, werden schließlich auch alle anderen aus der Reserve gelockt. Sie pfeifen mit und haben sichtlich Spaß. Von überall her tönt das Getröte zu uns auf die Bühne und bringt nicht nur die Zuschauer, sondern auch uns zum Lachen.
 Genau das ist es, was ein Konzert zu etwas Einmaligem macht: die Kommunikation mit dem Publikum. Wenn die funktioniert, wenn ein Lachen oder ein spontaner Zuruf zu mir auf die Bühne dringt, dann kann ich mich richtig wohlfühlen und meinen speziellen Witz entwickeln, der auch in den Texten und der Musik zum Tragen kommt. Das ist meine Motivation und Faszination auf der Bühne. Weil ich merke, dass darin meine Stärke liegt und ich den Menschen einen unterhaltsamen Abend bereiten kann. Ich weiß, wenn sie nach Hause gehen, dann mit einem Lächeln auf den Lippen und hoffentlich glücklicher als sie hergekommen sind. Dann habe ich mein Ziel erreicht. Und ich denke, an diesem Abend im Kulturzentrum Faust haben wir genau das geschafft.
 Es war das dritte Konzert in diesem Jahr, und es folgen weitere, bei denen wir unsere CD vorstellen werden – im Herbst hoffentlich auch wieder in Hameln.

 

Artikel vom 28.02.2010 - 16.50 Uhr
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