Aktuelles Kultur
Mit dem „Ü-50-Bandfestival“ zu den Wurzeln der Rockmusik Hameln (are). Sie sind Vollblutmusiker, verbringen ihre Zeit lieber im Proberaum als vor der Glotze, haben jahrzehntelange Bühnenerfahrung – und sie kommen nach Hameln. Am Freitag, 3. September, beginnt um 19 Uhr im Lalu am Hefehof die erste Runde des Ü-50-Bandfestivals von Radio 21 und dem Landschaftsverband Hameln-Pyrmont. „Mit diesem Festival möchten wir zeigen, wie vielfältig Musik ist“, sagt Lena Chevalley, Event-Managerin von Radio 21. Auch wenn die Musiker über 50 Jahre alt sind – mit ihren verschiedensten Stilrichtungen erreichen sie alle ein Mehrgenerationen-Publikum.
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Der Künstler und seine Robinsonade auf einer fiktiven Inselwelt Von Klaus Zimmer
Hannover. Charles Avery ist ein begnadeter Fabulierer, der es versteht, den Betrachter seiner Werke sogleich auf eine fiktive Insel zu entführen. Fürwahr, wieder einmal ein Volltreffer des Kunstvereins Hannover, zumal der Künstler mit seiner bislang umfangreichsten Präsentation auch sein Debüt in Deutschland gibt.
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Hameln hat einen Theaterpädagogen: Mark Kewitsch und seine Ziele Hameln (are). Wenn am Sonntag um 14 Uhr das Theaterfest beginnt und die neue Spielzeit einleitet, dann hat er seinen ersten großen Auftritt: Mark Kewitsch. Seit dem 1. September arbeitet der 38-Jährige als Theaterpädagoge am Theater Hameln – zunächst befristet für ein Jahr und mit einer halben Stelle. Und der Hannoveraner hat sich viel vorgenommen: „Meine Hauptaufgabe sehe ich darin, dafür zu sorgen, dass die Hamelner ihr eigenes Theater erobern.“ Gerade an einem Gastspielhaus wie diesem sei es „für die Identifikation der Menschen mit dem Haus ganz wichtig, dass das Theater fest in der Stadt verankert wird“, sagt Kewitsch.
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Fauler Zauber: Jerry Bruckheimers Kino-Tumult „Duell der Magier“ Von Michael Ranze
Im Original heißt der neue Film von Jon Turteltaub, der früher mal zuständig für Romantisches wie „Während du schliefst“ war, „The Sorcerer’s Apprentice“, also „Der Zauberlehrling“. Doch mit Goethes berühmtem Gedicht oder der wundervollen Episode aus Walt Disneys „Fantasia“ (1940), in der Mickey Maus gegen schrubbwütige Besen und Eimer kämpfte, hat dieses Fantasy-Spektakel nichts mehr gemein.
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Großer Andrang für "Brücke"-Künstler im Sprengel Museum Von Klaus Zimmer
Hannover. Es war der zukunftsfrohe Impetus, der am Beginn des 20. Jahrhunderts die Jugend Europas verband mit dem Ziel, das Ufer, an dem man stand, zu verlassen. Und es war der Beginn der Geschichte des Expressionismus in der Bildenden Kunst. Vier Architekturstudenten, der Älteste 25 Jahre, hatten sich, geprägt durch den Antagonismus und kritischen Geist der Jugend, 1905 in Dresden zu einer Gruppe zusammengeschlossen, weil sie sich vom Akademismus dieser Zeit lösen wollten. Unverfälscht wollten sie das wiedergeben können, was den Künstler zum Schaffen drängt.
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Mehrzad Marashi und das Fernsehen - bei "The Dome 55" Von Lukas Stock
Hannover. Als Gewinner der Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ wird Mehrzad Marashi zunächst groß gefeiert. Dann muss er seine Tournee absagen. Weshalb? Weil die Hallen zu groß und die Fanmassen zu klein sind. Es lassen sich nicht genügend Tickets dafür verkaufen. Nun also versucht sich Mehrzad Marashi als Moderator. Bei „The Dome 55“, das in Hannover Tausende Fans in die TUI-Arena lockte, gibt er sein Debüt.
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Im Bild ganz klassisch - aber mit skurrilen Sprachspielen und Wo Von Richard Peter
Hameln. Ungewohnte Hektik vor Ausstellungsbeginn im Kunstkreis, der sonst so gelassen und vorbereitet seine Ausstellungseröffnungen zelebriert. Und auch Gisela Breitling erst punkgenau zum Start in die Herbstsaison im Studio. Und als Überraschung: Schuberts 2. Satz aus der A-Dur Sonate „opus posthum“ mit Laura Gallati – und ein bisschen Multikulti auf Deutsch: eine Schweizerin mit dem Österreicher Schubert im Kunstkreis für Gisela Breitling.
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wann gehen Actionhelden eigentlich in Rente, Herr Stallone? Von Michael Ranze
Eigentlich sind die achtziger Jahre mit ihren handgemachten, geradeaus inszenierten Blockbustern schon lange vorbei. Doch Haudegen Sylvester Stallone, mit 64 Jahren eigentlich pensionsreif, holt sie noch einmal mit Macht zurück und lädt die Kampfmaschinen von damals zum Klassentreffen ein. Steven Seagal wollte nicht, Jean-Claude van Damme konnte nicht. Dafür kamen Jet Li, Dolph Lundgren, Eric Roberts, Mickey Rourke, Bruce Willis. In einem Cameo schaut Arnold Schwarzenegger kurz herein, bedauert, mit anderen Aufgaben beschäftigt zu sein und geht wieder. „Der will Präsident werden!“ ruft ihm jemand hinterher. Sorry, liebe Leser – das war schon der beste Gag.
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„Hameln rockt“ wird Festival: Am Wochenende an der Sumpfblume Hameln (are). Totgesagte leben länger? Keine Frage, auf die Hamelner Bandszene ist das wohl zutreffend. Jahrelang waren zu wenige Proberäume von vielen Musikern heiß begehrt. Dann herrschte vorübergehend Flaute. Und seit einiger Zeit wird wieder in zig Kellern und Übungsräumen in die Saiten gehauen. Seit wann genau? „Na, seit wir im Februar 2009 mit ‚Hameln rockt‘ gestartet haben“, sagt Daniel Meseke von der Sumpfblume.
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Diese bronzene Skulptur hat gleich zwei Namen Hameln. Sie stehen im Bürgergarten, an der Weser, in der Fußgängerzone: Skulpturen gibt es in Hameln nahezu überall. Woher kommen sie? Weshalb zieren sie den jeweiligen Standort? Und wie lange schon? Julia Marre hat sich umgesehen. Die Ergebnisse dieser Spurensuche stellen wir in loser Folge vor. Heute: „Sitzendes Mädchen“ von Peter Szaif.
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Drinnen gab es Schumann – draußen Regen, Blitz und Donner Von Ernst August Wolf
Bennigsen. Lord Byrons 1816/17 entstandenes dramatisches Gedicht „Manfred“ wird ob seines übernatürlich-geisterhaften Charakters gemeinhin der „Schwarzen Romantik“ zugeordnet. 1852 adaptierte Robert Schumann Byrons Text in einer dreiteiligen Komposition. Mit Schumanns „Ouverture zu Manfred, op. 115“ eröffnet das Cracow Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Roderic von Bennigsen am Sonntag den zweiten Abend des 15. Sommerfestivals in der Konzertscheune des Rittergutes.
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Nicht nur Stehtische waren unterwegs: "Kultur in den Höfen" Von Julia Marre
Hameln. Acht Veranstaltungen an drei Tagen – die „Kultur in den Höfen“ klang am Samstag bei sommerlichen Temperaturen aus. Die Kulturreihe, die unzählige Besucher durch die Stadt flanieren ließ, ist ohne Frage ein Publikumsmagnet. Es ließe sich einiges darüber erzählen – aber noch mehr aufzählen. Das Festival in Zahlen: Neben Hunderten Menschen tourten 60 Bierbänke durch die Innenstadt, gemeinsam mit 20 Stehtischen. Die 100 Fleecedecken, die gegen Abendfrische bereitlagen, wurden wohl kaum gebraucht.
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Neuer Ort bringt neue Kreativität: Künstler öffnen ihr Atelier Von Ernst August Wolf
Hameln. So ein bisschen trauert Peter Neff dem großen alten Atelier im Hefehof schon nach. „Da saßen wir alle zusammen, und das Ambiente war einfach weitläufiger“, sagt der 65-Jährige, der als Maler, bildender Künstler und Schriftsteller über die Grenzen Hamelns hinaus bekannt geworden ist. Doch die Hefehof-Zeit ist zu Ende. Da am bisherigen Standort Büros eingerichtet wurden, mussten sich die fünf Künstler ein neues Domizil suchen.
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Grooven im Grünen: Die Reihe "Kultur in den Höfen" ist gestartet Von Julia Marre
Hameln. Wenn Ampeln Geschichten erzählen könnten – von Donnerstagabend hätten sie eine Menge zu berichten. „So oft gedrückt wurde ich lange nicht“, würde die Lichtsignalanlage am Mertensplatz wohl sagen. Denn die sommerliche Reihe „Kultur in den Höfe“ lockte Hunderte Besucher an. Aus winzigen, versteckt gelegenen Örtchen sind inzwischen weite Schulhöfe und geräumige Gärten geworden. Das ist zwar nicht jedes Mal so lauschig wie zu Beginn der Reihe. Jedoch herrscht zwischen Flieder und frisch gesätem Rasen immer noch eine Atmosphäre, die kein Konzertsaal bieten kann.
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"Die Legende von Aang": Fantasymärchen ohne dramaturgische Wucht Von Michael Ranze
Die großen Zeiten des Hollywood-Regisseurs M. Night Shyamalan scheinen vorbei zu sein. Mit „The Sixth Sense“ (1999) und „Unbreakable“ (2000) hatte er überraschend-originelle Horrorfilme vorgelegt. Zuletzt aber griff er mit „Das Mädchen aus dem Wasser“ (2006) und „The Happening“ (2007) daneben. Sein neuer Film nun basiert auf der beliebten Zeichentrick-Serie „Avatar, the Last Airbender“ des Fernsehkanals Nickelodeon, auf die ihn seine Töchter aufmerksam gemacht haben sollen. Von US-Kritikern wurde er geradezu mit Häme überschüttet. „Langweilig“, „uninteressant“, „fade Charaktere“, „schlecht gespielt“, „verwirrend geschrieben“ – so lauteten die Urteile. Kritik erntete auch die nachträglich erstellte 3D-Konvertierung (in Hameln nicht zu sehen), deren Look blass und einfallslos wirkt.
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